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Bikram Yoga Drucken E-Mail

Bikram YogaMit Yoga beschäftige ich mich ziemlich genau seit fünf Jahren. Während dieser Zeit habe ich einige Methoden ausprobiert: Ich bin eine energische junge Frau; deshalb bringt mir die Basis aller modernen Yoga-Arten, Hatha Yoga, zuwenig. Aschtanga Yoga hat Ähnlichkeit mit Aerobic und ist auch nicht das, was ich suchte. Es hat sich dann herausgestellt, dass Power Yoga die Form ist, die mir am ehesten zusagt.

Als eine meiner Bekannten von Bikram Yoga erzählte, dachte ich: „noch eine Version von Hatha Yoga“, und widmete mich weiter der intensiven Kombination von Fitnesstraining (für den Körper) und Yoga (für Seele und Gelenkigkeit). Zwei Monate später begegnete ich meiner Bekannten wieder. Sie kam mir wie verwandelt vor. Aus der übergewichtigen Frau, die ihre Rundungen akzeptierte, war ein schlanker, schwebender Schwan geworden. Athletischer war sie nun, frischer als je zuvor. Hatte sie sich etwa verliebt? Auf meine Frage, ob sich in ihrem Leben etwas verändert habe, verdrehte sie die Augen und meinte geheimnisvoll, sie sei verliebt ... in Bikram Yoga. Jeden Abend eilt sie jetzt ins Bikram Yoga-Zentrum.

Als ich erfuhr, dass einige Bekannte ebenfalls Bikram Yoga praktizieren, stieg mein Interesse. Eine von ihnen meinte: „Früher hat mir Aschtanga gefallen, jetzt aber sind Belastung und Dehnung für mich nicht mehr ausreichend. Doch am Anfang war es schwer, Bikram zu praktizieren. Ich habe Pausen einlegen müssen, mir war heiss, und Schwindel packte mich. Doch bald wurden die Dehnübungen leichter. Ich musste nicht mehr pausieren, atmen fiel mir leicht. Wenn man sich nicht wohl fühlt, legt man sich hin. Zu Beginn spürt auch ein gesunder Körper die Belastung. Doch nach kurzer Zeit wird das Training fast angenehm.“

Doch es mag Nebenwirkungen geben. Eine Bekannte klagte über Kopfschmerzen. Sie trainierte in einem unbelüfteten Raum und litt demzufolge an Sauerstoffmangel. Man soll auf jeden Fall nach jedem Training die Haare waschen.

Ich machte mich also auf den Weg ins Bikram-Yoga Zentrum. Bikram Yoga scheint im Trend zu liegen - alle Kurse waren ausgebucht. Yoga wird seit über 4000 Jahren praktiziert. Doch die indische Lehre des Zusammenflusses von Körper und Geist hat mit den von Schwitzen begleiteten Übungen des Bikram Yoga nichts Gemeinsames.

Bikram Yoga, das heisst im Schweiss baden. Die Übungen sind dem Hatha Yoga entlehnt und werden in einem bis zu 40 Grad Celsius vorgeheizten Raum und bei erhöhter Luftfeuchtigkeit ausgeführt. In Indien ist es eben heiss und feucht. Unter solchen Bedingungen sollen Muskeln und Bänder anscheinend dehnbarer sein, die Posen einfacher. Der Körper kann sich entschlacken. Bikram Yoga soll auch Wunder wirken bei Rückenschmerzen, Verdauungsproblemen oder Diabetes. Kilos schmelzen dahin, die Glieder werden dehnbarer. Bikram Yoga wird auch „Heisses Yoga“ oder „Thermo Yoga“ genannt und besteht aus 26 Positionen und zwei Atem-Übungen. Schwangere und Herz-Kreislauf-Kranke sollen auf Bikram-Yoga verzichten. Zum Überwinden eines Traumas sollen diese Übungen jedoch beitragen.

Mein erstes Training ...

In Kürze wird der Körper aufgeheizt. Ich schwitze und möchte austreten, um etwas zu trinken. Doch man darf den Raum nicht verlassen, weil sonst der Wärmeeffekt verloren geht.

Während der Asanas-Übung schaue ich nach oben und sehe „den Schuldigen“, dessen Schwarzweissbild mich unverschämt anlächelt: Bikram Choudhury - der Erfinder dieser Qual. Wie die nächsten 20 Minuten vergehen, ist mir nicht bewusst. Die Erschöpfung beansprucht mich voll.

Ich stolpere kraftlos zu meiner Handtasche und trinke meine Literflasche Wasser in einem Zug aus. In der Duschkabine schaffe ich es kaum, den Duschknopf zu drücken. Doch ich habe mein erstes Bikram Yoga Training hinter mir. Ich entspanne mich. Und siehe da: ich fühle ich mich nicht nur gut, sondern auch erholt. Ich bin also nicht umsonst im Bikram Yoga gewesen, sondern habe das gefunden, was ich brauche!

Tipps für Anfänger:

1. Bikram Yoga nur in Fachzentren trainieren
2. Sich bequem und leicht kleiden.
3. Zwei Stunden vor dem Training nichts essen.
4. Vor dem Training viel trinken, damit sich der Organismus entschlacken kann. Das beugt auch Kopfschmerzen vor.
5. Gewisse Lebensmittel haben einen negativen Einfluss: Fleisch, Knoblauch, Gewürze, Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol.
6. Wer sich nicht gut fühlt oder erschöpft ist, soll auf die Übungen verzichten. Bei Problemen mit den Bändern oder Kniegelenken bitte den Arzt fragen.
7. Nichts übertreiben. Bei Schmerzen oder Schwindel die Übung abbrechen.

In der Schweiz gibt es nur ein Bikram Yoka Zentrum. Hier ist die Adresse:

Bikram Yoga College of India, Zürich
Grüngasse 21
8004 Zürich
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bikramyoga.ch

 

 


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